Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Berlin verstärkt gegen zu viele und zu enge Kontakte auch im Freien vorgehen. Mit den steigenden Temperaturen versammeln sich zunehmend mehr Menschen auf Plätzen und in Parks. Auch am Donnerstagabend ging die Polizei im Gleisdreieckpark wieder gegen Gruppen von zu vielen Menschen auf zu wenig Platz vor.

Polizisten leicht verletzt

Bei der Kontrolle wurden Polizisten beleidigt und leicht verletzt. Die Einsatzkräfte forderten nach Polizeiangaben mehrere große Gruppen junger Menschen auf, den Park zu verlassen und begleiteten rund 50 bis 70 teilweise aggressive Jugendliche und Heranwachsende in Richtung U-Bahnhof Gleisdreieckpark. Dabei seien vier Polizisten von einem Mitglied der Gruppe mit dem Inhalt eines Feuerlöschers besprüht worden und hätten Atembeschwerden und Augenreizungen erlitten. Der Täter konnte unerkannt fliehen.
Seit Freitag gelten in Berlin neue Kontaktbeschränkungen. Menschen dürfen sich nachts zwischen 21.00 und 05.00 Uhr nur noch alleine oder zu zweit im Freien aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt, können also zusätzlich dabei sein. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie Brandenburg setzt Berlin damit nicht auf Ausgangsbeschränkungen oder -sperren.
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