Neue Beschlüsse sind drei Tage nach der Sondersitzung vom Samstag dem Vernehmen nach nicht zu erwarten. Allerdings dürften Forderungen, angesichts steigender Infektionszahlen schärfere Maßnahmen zu ergreifen, in der Diskussion eine Rolle spielen.
Der Senat setzt nicht auf eine von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse, die die Schließung vieler Geschäfte, der Museen und Galerien sowie mehr Kontaktbeschränkungen zur Folge hätte. Er beschloss am Samstag vielmehr einen eigenen Berliner Weg: Vorsichtige Lockerungen bleiben, werden aber durch verschärfte Regeln vor allem beim Testen, für Unternehmen und bei der Maskenpflicht ergänzt. Am Mittwoch tritt alles in Kraft.

Inzidenz liegt bei 146,4

Währenddessen steigt die Corona-Inzidenz in Berlin weiter an. Am Montag lag die Zahl der Infizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner bei 146,4, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervorgeht. Die Zahl der Infizierten stieg um 575 auf 144 586 Fälle seit Beginn der Pandemie.
Seit vergangenem Dienstag (Inzidenz 102,3) liegt der Wert ohne Unterbrechung über der kritischen Marke von 100 und ist täglich gestiegen. Am höchsten lag die Inzidenz im Bezirk Neukölln mit jetzt 211,3.
Gemeldet wurden vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der gestorbenen Menschen stieg damit auf 3043. 132 801 Menschen gelten als genesen.
Die Berliner Corona-Ampel zeigt bei der Inzidenz weiter Rot. Beim sogenannten R-Wert bleibt sie mit 1,23 noch im grünen Bereich. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person durchschnittlich ansteckt. 17,8 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt, fast genauso viel wie am Vortag. Die Berliner Ampel zeigt hier weiter Gelb. Die kritische Grenze ist in Berlin bei 25 Prozent definiert.
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