In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie zum ersten Mal seit längerem unter die Mark von 100 gefallen. Sie lag am Freitag bei 98,6, wie der Senat und das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilten. In den Vortagen hatte der Wert bei 104,8 und 111,2 gelegen. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erfasst wurden. Seit Inkrafttreten der sogenannten Bundes-Notbremse liegen dem Inzidenzwert die Daten des RKI zugrunde.
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz gilt: Liegt sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen höher als 100, gelten ab dem übernächsten Tag schärfere Maßnahmen. Diese sind so lange in Kraft, bis der Inzidenzwert an fünf aufeinander folgenden Tagen die 100 unterschreitet - dann werden die schärferen Maßnahmen am übernächsten Tag wieder zurückgenommen.

Über eine Million Berliner erstmalig geimpft

In Berlin erhielten laut RKI inzwischen rund eine Million Menschen
(1 052 506) eine erste Impfung. Das sind 28,7 Prozent der Einwohner. 386 230 Menschen wurden zwei Mal geimpft (10,5 Prozent). Die Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitag lagen etwas darunter.
596 neue Infektionen wurden registriert. Damit sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 171 741 Infektionen erfasst. Es gab 13 weitere Todesfälle. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg damit in Berlin auf 3 255.
Auf den Intensivstationen ist die Lage weiter angespannt. 24 Prozent der Intensivbetten waren mit Covid-19-Patienten belegt. Damit bleibt die Auslastung knapp unter dem kritischen Wert von 25 Prozent und sinkt langsam.
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