Laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Freitag beträgt der aktuelle Wert 101,3. Am Tag zuvor lag er mit 97,6 noch knapp unter der Schwelle. Bleibt er stabil über 100, müssen die Berlinerinnen und Berliner mit Verschärfungen der Corona-Maßnahmen rechnen.
Bund und Länder hatten Anfang März eine sogenannte Notbremse vereinbart: „Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in einem Bundesland oder einer Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft (Notbremse).“
Darüber muss allerdings der Senat entscheiden, dessen Mitglieder sich noch am Freitagabend austauschen wollten. Am Montag stehen außerdem neue Beratungen zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an; am Dienstag hat der Senat dann seine nächste reguläre Sitzung. Auch in anderen Ländern wie in Brandenburg ist die 7-Tage-Inzidenz auf über 100 gestiegen.
Die Berliner Corona-Ampel zeigt bei diesem Faktor entsprechend weiterhin Rot. Dagegen ist sie beim sogenannten R-Wert auf Grün gesprungen. Er gibt an, wie viele weitere Personen von einer infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden. Nach dem aktuellen Lagebericht liegt der R-Wert nun bei 1,00, nach 1,07 am Tag zuvor. Er muss dauerhaft unter 1 liegen, damit die Pandemie ausgebremst wird.
Wenig Veränderung gab es mit Blick auf die Berliner Krankenhäuser: 16,5 Prozent der Intensivbetten sind aktuell mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 16,8 Prozent). Die Ampel steht hier auf Gelb. Mit 894 neu gemeldeten Fällen ist die Zahl der Infektionen in Berlin auf
137.932 gestiegen. Davon gelten 128.306 mittlerweile als genesen. Weitere 18 Menschen sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Berlin gestorben. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 2985.
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