In Berlin stecken sich in der Corona-Pandemie wieder mehr Menschen an. Nach dem jüngsten Lagebericht stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 7,3 registrierte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit lag dieser Wert am Samstag über dem bundesweiten Durchschnittswert von 5,8. Wissenschaftler gehen darüber hinaus von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Menschen nicht mehr so oft testen lassen wie in den Vormonaten.
Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin noch bei 5,0 gelegen. Mit einer Steigerung um 28 Prozent beim Wochentrend sprang dieser Indikator der Berliner Corona-Ampel von Grün auf Orange.

Corona-Neuinfektionen steigen wieder an

Insgesamt liegt die Inzidenz in der Hauptstadt damit aber weiter sehr niedrig. Allerdings fallen die Infektionszahlen nicht mehr wie bisher, sondern steigen seit mehreren Tagen wieder an. Wissenschaftler hatten diesen Trend als Effekt der ansteckenderen Delta-Virusvariante vorausgesehen, die nun auch in Berlin das Infektionsgeschehen dominiert. Deshalb wird das Maskentragen auch weiter für draußen empfohlen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können.
Die Delta-Virusvariante kann ohne Schutzmaßnahmen leichter von einem Menschen zum anderen überspringen als die bis Juni vorherrschende Alpha-Variante. Vor Delta schützt eine vollständige Impfung mit zwei Spritzen am besten. Diesen Schutz haben bisher aber erst rund 40 Prozent der Berliner. Für ein Ausbremsen der Pandemie sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts 85 Prozent vollständig Geimpfte nötig, bei Menschen über 60 Jahren sogar mehr als 90 Prozent.
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