Eine Versammlung von Gegnern der Corona-Gesetze in einer Kneipe in Berlin-Prenzlauer Berg ist am Donnerstagabend von der Polizei aufgelöst worden. Die Teilnehmer hätten die Veranstaltung mit einem Livestream im Internet übertragen, teilte die Polizei am Freitagmorgen über Twitter mit. 28 Menschen seien angetroffen worden, die meisten hätten weder eine Corona-Schutzmaske getragen noch den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten.
Die Versammlung von so vielen Menschen ist derzeit grundsätzlich verboten, außerdem müssen Kneipen geschlossen sein. Die Polizei stellte fest: „Die Veranstaltung wurde von uns beendet. Zahlreiche Anzeigen wurden geschrieben.“ Weitere Informationen sollten folgen.
In einem etwa zweistündigen Video bei Youtube sind Teile der Veranstaltung mit einer längeren Diskussion über Corona, die Verbote und eine Parteigründung zu sehen. Teilnehmer, unter ihnen auch der Kneipenbetreiber, fordern ihr „normales Leben zurück“, kritisieren die Corona-Gesetze und bezeichnen die Politik als „Selbstbedienungsladen“. Einer der Initiatoren sagt: „Wir haben auch in Berlin schon Hinweise darauf, dass die Leute nach der Impfung sterben.“ Als die Polizei erscheint, gibt es längere Diskussionen über die Legitimation von Versammlungen zur Gründung einer Partei.

Ohne Masken und Einhaltung der Abstandsregeln

Die Teilnehmenden hätten größtenteils keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten, heißt es in dem Bericht. Es sei zu Diskussionen mit den Polizeibeamten gekommen.
Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland sei auch der Anwalt Reiner Füllmich bei dem Treffen gewesen.
Aus dem Lagezentrum hieß es, es seien die Personalien der Personen im Raum festgestellt worden. Wegen des Corona-Lockdowns dürfen derzeit Bars nicht öffnen.
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