In Berlin bieten nach dem neuen Corona-Stufenplan der Bildungsverwaltung vorerst nur 2 von 874 Schulen keinen Regelunterricht mehr an. Die beiden Oberstufenzentren für Gesundheit wurden bei einer Überprüfung aller Schulen durch die Gesundheitsämter in die Stufe Rot eingeordnet - sie stellen deshalb auf kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause um.

702 Schulen auf Stufe Gelb

Als unproblematisch, also Stufe Grün, gilt derzeit keine Schule. Wie die Bildungsverwaltung weiter mitteilte, wurden 702 Schulen in die Stufe Gelb eingeordnet, die nach Grün kommt. Dort sollen verstärkte Hygieneschutzmaßnahmen ergriffen werden. 170 Schulen stehen auf Orange, wo noch mehr Maßnahmen wie eine Maskenpflicht im Unterricht greifen sollen. Auch hier wird weiter Regelunterricht angeboten.
Der Plan mit vier Stufen war vor den Herbstferien als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen in Berlin beschlossen worden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht ihn skeptisch und forderte am Freitag mehr Transparenz.

Schulen sind verunsichert

„Es ist nicht konkret nachvollziehbar, auf welcher Grundlage die Einstufungen erfolgen. Das trägt zur Verunsicherung in den Schulen bei“, erklärte die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik. Die Einstufungen seien von Bezirk zu Bezirk sehr unterschiedlich, „Eine Entsprechung zum bezirklichen Infektionsgeschehen ist nur bedingt zu erkennen.“ So seien in Neukölln mit der höchsten Zahl an Infizierten nur 4 Schulen in die Stufe Orange eingeordnet, in Reinickendorf hingegen alle 63 Schulen. Dort sei die Infektionszahl aber niedriger.
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