Einer Umfrage des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands zufolge lag der Rückgang seit März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 60 Prozent. Zudem fürchten demnach rund 82 Prozent der befragten Unternehmer der Branche in der Hauptstadt um ihre Existenz, wie der Verband am Dienstag mitteilte. In einer ähnlichen Umfrage des Bundesverbands lag dieser Wert bundesweit zuletzt bei mehr als 60 Prozent.
Rund 40 Prozent der Berliner Gastro-Betriebe gaben in der landesweiten Befragung an, den größten Teil ihres Umsatzes mit Touristen zu machen. Neben den internationalen Urlaubstouristen fehlen aber in diesem Jahr auch die Besucher großer Veranstaltungen wie Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen, die aufgrund der Krise allesamt abgesagt wurden.
Um zu verhindern, dass im Herbst die Nachfrage in den Außenbereichen der Kneipen und Restaurants wieder zurückgeht, hatte sich der Landesverband zuletzt dafür eingesetzt, sogenannte Heizpilze in den Außenbereichen zu erlauben. Die Handhabe mit den aufgrund ihrer Umweltschädlichkeit umstrittenen Heizpilzen ist in den Kommunen sehr unterschiedlich. Vielerorts sind sie verboten.
Der Präsident des Dehoga-Bundesverbands, Guido Zöllick, unterstützte die Forderung am Dienstag: „Wichtig wird auch sein, dass die Kommunen weiterhin großzügig sind bei der Genehmigung von Außenflächen oder von Windschutz, Wintergärten oder Pavillons sowie im Umgang mit Wärmestrahlern, um die Außengastronomiesaison zu verlängern.“