Der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, hat die Aussetzung aller Kulturveranstaltungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis Ende November kritisiert.
„Der erneute Stopp für unsere Konzerte ist aus meiner Sicht eine Maßnahme an der falschen Stelle“, erklärte Petrenko am Freitag. „Natürlich wollen wir alle dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet“, sagte der Dirigent. „Wir müssen aber gemeinsam aufpassen, dass aus dem sogenannten Lockdown für die Kultur kein Knockdown wird, insbesondere auch für unsere freischaffenden Kolleginnen und Kollegen.“

Konzerte am Wochenende finden statt

Es sei sehr bitter, die Philharmonie wieder schließen zu müssen, erklärte Intendantin Andrea Zietzschmann. Mit Hygiene- und Schutzkonzepten, neuen Programmen und Ideen hätten die Philharmoniker bisher alles dafür getan, dass das Publikum gut und sicher aufgehoben sei.
Von diesem Montag an schließt die Philharmonie wie alle Theater und Konzerthäuser in Deutschland im Rahmen des Teil-Lockdowns bis 30. November. Die Konzerte vom 30. Oktober bis 1. November finden statt, die Deutschland-Tour des Orchesters nach Frankfurt, Köln, Baden-Baden und Hamburg wird aber abgesagt.
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