• Wegen der Corona-Pandemie konnten 2020 die meisten Weihnachtsmärkte nicht stattfinden
  • In einigen Bundesländern wurde aber nun beschlossen: 2021 soll es anders sein
  • Wegen der Unsicherheiten können manche Veranstalter nicht planen – weshalb es in Charlottenburg in Berlin keinen Weihnachtsmarkt geben wird
  • In Dresden soll der Striezelmarkt stattfinden – und zwar noch länger als gewohnt
Eigentlich hätte er zwischen dem 22. November und dem 26. Dezember stattfinden sollen: Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg. Nun haben die Veranstalter jedoch angekündigt: Auch 2021 müssen sie den Markt absagen.

Weihnachtsmarkt 2021: Veranstalter beklagen schlechte Planung

„Wir sind sehr, sehr traurig darüber, denn wir hatten mit Ihnen gemeinsam gehofft, endlich in 2021 wieder vor dem Schloss präsent sein zu können“, schreibt Weihnachtsmarkt-Veranstalter Tommy Erbe auf der Webseite des Marktes. „Wie im vergangenen Jahr haben wir auch in 2021 alle erforderlichen Arbeitsschritte und notwendigen Vorbereitungen mit den daran hängenden Kosten eingeleitet, haben uns so manche Neuerung überlegt, aber: Es führt leider aus rechtlichen Gründen – analog 2020 – kein Weg an einer Absage vorbei.“
Im Weiteren erklärt Erbe, dass die Infektionsschutzverordnung Berlin keinen Alkoholkonsum auf Grünanlagen erlaube – und ohne den Glühweinverkauf werde sich der Weihnachtsmarkt nicht lohnen. Zudem seien Maskenpflicht und Zugangskontrollen für die Veranstalter nicht realistisch. Kontrollen für 3G oder 2G-Regeln würden Mehrkosten in Höhe von Rund 250.000 Euro bedeuten.
„In der Zusammenfassung ist eine Durchführung des Weihnachtsmarktes vor dem Schloss Charlottenburg 2021 leider nicht möglich! Die Politik hat es – wieder einmal – versäumt, rechtzeitig klare und reale Bedingungen für Veranstalter zu schaffen,“ so das Fazit.

Was wird aus anderen Weihnachtsmärkten in Berlin?

Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin soll nach Angaben der Veranstalter stattfinden, möglichst mit 3G-Regelung, wie der Schaustellerverband mitteilte. Feste wie der Berliner Herbstrummel auf dem Zentralen Festplatz zeigten, dass ein sicheres Miteinander möglich sei.
Von den Weihnachtsmärkten hängen auch verkaufsoffene Sonntage und damit umsatzstarke Tage für den Handel ab. Nur wenn mindestens drei der fünf größten Weihnachtsmärkte wie geplant an den Adventssonntagen stattfinden, dürfen die Geschäfte am 5. und 19. Dezember öffnen.
Dazu zählen neben Charlottenburg und dem Breitscheidplatz die Märkte am Gendarmenmarkt, am Roten Rathaus und in der Zitadelle Spandau. Diese wurden bislang nicht abgesagt. Der Gendarmenmarkt wird nur für Getestete und Genesene geöffnet; bei Kindern unter zwölf Jahren genügt ein negatives Testergebnis.

Striezelmarkt in Dresden soll stattfinden

In anderen Bundesländern wurde bereits angekündigt, dass es spezielle Regelungen für Weihnachtsmärkte geben soll. So auch in Sachsen, wo die Corona-Verordnung Ende Oktober ausläuft und die Regierung bald über die Märkte entscheiden wird. Aus diesem Grund haben die Veranstalter des Striezelmarktes in Dresden angekündigt: 2021 geht es weiter. Der berühmte Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr auch früher als gewohnt stattfinden: Am 22. November startet der Striezelmarkt.
Nach den jüngsten Signalen vom Freistaat, dass Weihnachtsmärkte ohne Kontaktnachverfolgung und 3G möglich sind, setzt die Stadt Dresden auf ein freies Konzept. Nach den positiven Erfahrungen mit Wochenmärkten und dem Stadtfest am vergangenen Wochenende sei man zuversichtlich für einen Striezelmarkt, wie ihn die Gäste erwarten, mit Markttreiben, Glühwein, Stollenfest - und erstmals einer Bergparade.