Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Berlin bleibt auf hohem Niveau. Innerhalb eines Tages stieg der Wert um 1329 auf insgesamt 38.682, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Freitag hervorgeht. Der Zuwachs fällt damit fast genauso groß aus wie am Donnerstag. Der höchste Wert seit Pandemiebeginn war am Dienstag mit mehr als 1500 neuen Fällen gemeldet worden. In Berlin gelten nun 23.652 Menschen als genesen; 292 starben im Zusammenhang mit dem Virus, 5 mehr als am Vortag.

Neukölln erreicht 348 Neuinfektionen

In den vergangenen sieben Tagen kommt Berlin auf 188,4 Fälle pro
100.000 Einwohner, womit die Corona-Ampel hier unverändert auf Rot steht; grün wäre sie bei diesem Indikator bei Werten unter 20. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für Deutschland als Ziel ausgegeben, bei der Inzidenz wieder in einen Bereich von 50 Fällen zu kommen. Dann könnten Gesundheitsämter Kontakte infizierter Menschen nachverfolgen. Berlins am stärksten betroffener Bezirk Neukölln erreicht derzeit 348 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

Auslastung der Intensivbetten

Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten ist im Vergleich zum Vortag minimal gestiegen, auf nun 19,5 Prozent (Donnerstag: 19,1 Prozent). Seit Tagen nähert sich der Wert der kritischen Marke von 25 Prozent an. Eine Überschreitung würde die Corona-Ampel auch bei diesem Indikator von aktuell Gelb auf Rot springen lassen. Im Falle von Rot bei zwei von drei Indikatoren der Corona-Ampel herrscht für den Senat Handlungsbedarf.
Auf Grün steht die Ampel weiterhin bei der sogenannten Reproduktionszahl mit 0,80. Das bedeutet, dass ein Infizierter weniger als einen anderen Menschen ansteckt. Um in eine wieder kontrollierbare Lage zu kommen, muss der sogenannte R-Wert laut Robert Koch-Institut eine längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder noch niedriger.
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