Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin auch im öffentlichen Raum verstärkt eine Maske tragen. Der Senat verständigte sich auf eine entsprechende dringende Empfehlung.

Empfehlung gilt für Märkte, Einkaufsstraßen oder Warteschlangen

Jede Person sei „angehalten“, dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei, hieß es. Das betreffe etwa Märkte, Einkaufsstraßen oder Warteschlangen. Eine Maskenpflicht, über die zuletzt auch diskutiert worden war, bedeutet das zunächst nicht.
Verpflichtend soll die Maske hingegen in überdachten Shoppingmalls werden. Was schon länger für Geschäfte gilt, wird nun also auf die Gänge ausgeweitet.

Maßnahmen wegen steigender Infektionszahlen

Das zuletzt kontinuierlich gewachsene Corona-Infektionsgeschehen in Berlin schreckt die Politik schon seit längerem auf. Seit 28. September hat der Senat quasi im Wochentakt diverse Maßnahmen beschlossen oder später verschärft: Dazu gehören eine Maskenpflicht in Büros, Obergrenzen für private Zusammenkünfte drinnen (10) wie draußen (50) und strenge Kontaktbeschränkungen in der Nacht: Zwischen 23.00 und 06.00 Uhr dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige zweier Haushalte treffen.

Sperrstunde und Alkoholverbot

Hinzu kommen ein nächtliches Ausschankverbot für Alkohol und eine Sperrstunde für Gastronomie und Handel von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr, die allerdings noch juristisch gekippt werden könnte. Denn das Verwaltungsgericht Berlin hatte am vergangenen Freitag entschieden, die seit 10. Oktober geltende Sperrstunde halte einer rechtlichen Überprüfung nicht stand. Der Senat legte Beschwerde ein.