Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat vor den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag die Erwartungen an mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen gedämpft.
„Zum jetzigen Zeitpunkt können wir zwar vorsichtig optimistisch sein, aber es gibt keine Entwarnung“, sagte Müller der in Düsseldorf erscheinenden Tageszeitung „Rheinische Post“ (Samstag). „Allerdings hoffe ich, dass sich die Tendenz in den kommenden Tagen weiter bestätigt“, so der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

Einschränkungen seien „bitter und schmerzhaft“

Müller verteidigte den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown. „Keine Frage, diese Einschränkungen sind bitter und schmerzhaft, aber sie waren nötig, damit sich die Pandemie nicht noch weiter ausbreitet“, sagte er.
„Vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Auslastung der Krankenhäuser und der Belegung der Intensivbetten sehen wir aktuell, wie enorm wichtig es war, dass die Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin diese Maßnahmen beschlossen haben“, so der Regierende Bürgermeister. Bis Ende November gelten weitreichende Beschränkungen in Berlin wie in anderen Teilen Deutschlands. Unter anderem sind Museen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Schwimmbäder, Kosmetik- und Tattoostudios geschlossen. Restaurants dürfen Speisen nur außer Haus anbieten.
Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende Oktober verständigt. Für Montagnachmittag sind erneute Beratungen geplant.
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