Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Berlin ist innerhalb eines Tages um 241 gestiegen. Sie liegt nun bei 39.620, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Sonntag hervorgeht. Der Zuwachs ist deutlich geringer als an den vergangenen Tagen, allerdings werden am Wochenende nicht alle Fälle registriert. Inzwischen gelten berlinweit 24.368 Menschen als genesen, 343 mehr als am Tag zuvor. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 295 Menschen, einer mehr als in der Statistik vom Samstag.

Inzidenzwert in Berlin leicht gesunken

In den vergangenen sieben Tagen kommt Berlin auf 188,2 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit ist der Wert zuletzt leicht gesunken - am Samstag lag er bei 188,9. Allerdings steht die Corona-Ampel hier weiterhin auf Rot. Grün wäre sie bei diesem Indikator nur bei Werten unter 20.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für Deutschland als Ziel ausgegeben, bei der sogenannten Inzidenz wieder in einen Bereich von maximal 50 Fällen zu kommen. Dann könnten Gesundheitsämter Kontakte infizierter Menschen nachverfolgen. Berlins am stärksten betroffener Bezirk Neukölln kommt aktuell auf 323,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. In Tempelhof-Schöneberg sind es 263,8 - das ist der zweithöchste Wert in Berlin.

20 Prozent der Intensivbetten belegt

Im Vergleich zum Samstag ist die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten wieder leicht auf genau 20 Prozent gestiegen. Am Samstag waren es 19,2 Prozent, am Freitag: 19,5 Prozent.
Damit bleibt der Wert weiterhin vergleichsweise nah an der kritischen Marke von 25 Prozent. Die Corona-Ampel zeigt an dieser Stelle aber noch auf Gelb. Erst bei Überschreiten der Marke würde sie auf Rot springen. Wenn zwei Ampeln Rot zeigen, bedeutet das Handlungsbedarf für den Senat.
Leicht gestiegen ist die sogenannte Reproduktionszahl. Die Ampel zeigt zwar weiter auf Grün. Der R-Wert liegt am Sonntag aber bei 1,07, nach 0,92 am Tag davor und 0,80 am Freitag. Er gibt an, wie viele andere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt und ist deshalb ein wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Pandemie. Damit die Lage wieder kontrollierbar wird, muss der R-Wert laut Robert Koch-Institut eine längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder besser noch niedriger.
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