Die Gesundheitsämter in Berlin-Neukölln und Mitte bekommen Hilfe vom Bundeskriminalamt (BKA). Zehn BKA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien für die Zeit von Freitag bis zum 23. Dezember nach Berlin abgeordnet worden, teilte das BKA in Wiesbaden mit. Sie sollen unter anderem die telefonische Befragung von Corona-Patienten zu möglichen Kontaktpersonen übernehmen.
Zu ihren Aufgaben gehört außerdem, solche Personen auch zu benachrichtigen, in Risikogruppen einzuordnen und die Ergebnisse zu dokumentieren.

Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung

Bei den BKA-Mitarbeitern handelt es sich nach Angaben einer Sprecherin um Kolleginnen und Kollegen, die zu Kriminalbeamten ausgebildet werden. Mit der Unterstützung der beiden Berliner Gesundheitsämter setzt das BKA den Beschluss der Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von Mitte Oktober um. Danach sind Mitarbeiter der Bundesverwaltung aufgerufen, den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung zu unterstützen.
In Berlin hat das Infektionsgeschehen in den vergangenen Wochen, wie anderswo auch, erheblich an Fahrt gewonnen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen kletterte am Freitag auf 160,2. Damit liegt die Hauptstadt deutlich über dem kritischen Schwellenwert von 50. Mitte und Neukölln zählen neben Friedrichshain-Kreuzberg zu den Bezirken mit besonders hohen Werten in Berlin.