Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage meldeten die Gesundheitsämter 34,5 Neuinfektionen je
100.000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Freitag mitteilte. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei knapp 15.
Die meisten Fälle gab es im Bezirk Mitte und dort vor allem unter jungen Erwachsenen. Es folgen Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Das Bundesland Schleswig-Holstein führt Berlin-Mitte inzwischen als Risikogebiet - wer dorthin fährt, muss für zwei Wochen in Quarantäne.
Wer aus einem innerdeutschen Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko nach Berlin kommt, muss jedoch nicht mehr in Quarantäne. Der Senat schaffe die Regelung zum 3. Oktober ab, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.
Berlinweit meldeten die Gesundheitsämter am Freitag 339 Neuinfektionen. Das ist nach Angaben der Gesundheitsverwaltung der höchste Zuwachs seit Beginn der Pandemie im Frühjahr, damals wurden jedoch viel weniger Menschen getestet. Daten aus dem Bezirk Lichtenberg konnten wegen technischer Probleme nicht verarbeitet werden, wie es hieß.
Im Corona-Warnsystem des Landes steht wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen im 7-Tage-Zeitraum eine von drei Ampeln auf Rot. Grün sind die Signale zur Auslastung der Intensivbetten und zum Reproduktionswert. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter durchschnittlich ansteckt.
Seit Ausbruch der Seuche gab es in der Hauptstadt 15.370 Covid-19-Erkrankungen; 13.060 Patienten davon gelten als genesen. 231 starben im Zusammenhang mit der Erkrankung.