Ab kommendem Mittwoch gilt eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht für alle Klassen an weiterführenden Schulen in Berlin sowie an den Berufsschulen - unabhängig davon, in welcher Corona-Stufe sich eine Schule aktuell befindet.
Der Unterrichtsbeginn soll zudem über zwei Stunden gestreckt werden, so dass nicht alle Schüler gleichzeitig morgens in den Bahnen und Bussen sitzen, wie die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mitteilte. „Das ist in der aktuellen Situation ein weiterer wichtiger Schritt, den Regelunterricht unter Pandemiebedingungen aufrechterhalten zu können“, teilte Senatorin Sandra Scheeres (SPD) mit.
Die Maskenpflicht gelte auch während des Unterrichts und auf dem gesamten Schulgelände. Für die organisatorische Umsetzung des gestreckten Unterrichtsbeginns sind die Schulen verantwortlich.
Bislang galt eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Klassen und auf dem gesamten Gelände nur, wenn eine Schule aufgrund eines hohen Infektionsgeschehens in die zweithöchste Stufe Orange im Corona-Stufenplan des Senats eingestuft wurde. Nun ist sie allgemein verpflichtend.

Infektionszahlen bei Jugendlichen steigen nach den Herbstferien

„Berlin trägt dem Befund Rechnung, dass die Infektionszahlen gerade in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen - bedingt durch die Herbstferien - weiter gestiegen sind“, hieß es zur Begründung. In den zwei freien Wochen hätten sich viele junge Menschen außerhalb der Schulen getroffen, wodurch das Infektionsgeschehen zugenommen habe. Zur Umsetzung der Maßnahme will der Senat ab Mitte kommender Woche weitere Masken an die Schulen ausliefern. In der vergangenen Woche seien bereits rund eine halbe Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung gestellt worden.
Für Kitas und Grundschulen bleibt indes alles beim alten. Eine Maskenpflicht soll es dort weiterhin vorerst nicht geben. Man behalte aber die Entwicklung im Auge, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung.
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