1703 zusätzliche Fälle wurden laut dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitag erfasst, insgesamt sind es nun mehr als 55.000. Davon gelten 33.850 als genesen.
Die Zahl der Todesfälle nach Corona-Infektionen stieg innerhalb eines Tages erneut deutlich: um 19 auf nun 441 insgesamt. Weiter deutlich über den angestrebten Werten liegt Berlin auch bei den Fallzahlen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen: 225,7. Bei diesem Indikator steht die Corona-Ampel weiter auf Rot.

Neue Ärzte-Empfehlung wegen überlasteter Labore

Die Zahl der vorgenommenen Corona-Tests war in der vergangenen Woche mit rund 70.000 niedriger als in den beiden Wochen zuvor (mit je rund 78.000). Der Anteil positiver Tests stieg weiter an: auf knapp zehn Prozent. Wegen überlasteter Labore hatte das Robert Koch-Institut (RKI) Ärzten kürzlich empfohlen, insbesondere Patienten mit bestimmten Symptomen zu testen, aber nicht bei jedem Fall von Erkältungsanzeichen.
1082 Covid-19-Patienten werden derzeit in Krankenhäusern behandelt. Rund 300 liegen auf Intensivstationen - das entspricht einer Auslastung der dortigen Betten mit dieser Art von Erkrankten von 23,4 Prozent. Bei der kritischen Marke von 25 Prozent würde diese Ampel von Gelb auf Rot wechseln. Weiter grün ist die Ampel bei der Reproduktionszahl mit 0,95: Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt einen weiteren Menschen ansteckt. Um die Pandemie zu bremsen, werden laut RKI aber länger Werte von deutlich unter 1 gebraucht.

Unterschiedliche Corona-Entwicklungen in Deutschland

Wie das RKI am Donnerstag erklärte, entwickelt sich das Infektionsgeschehen bundesweit unterschiedlich. Während sich die Lage zum Beispiel in den anfangs stark betroffenen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen konsolidiere, sei in Berlin und Thüringen anders als früher eine stärkere Dynamik zu beobachten, sagte eine RKI-Expertin. Dort sei die Plateauphase noch nicht erreicht, es gebe aber auch kein exponentielles Wachstum. „Wir müssen das beobachten.“
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