Gegner der Corona-Regeln haben sich trotz des Verbots einer geplanten Demonstration am Samstagmittag in Berlin-Mitte versammelt. Die Polizei sprach von einer Menge „im unteren dreistelligen Bereich“ am Brandenburger Tor. Darunter seien jedoch auch zahlreiche Touristen, die nicht für einen Protest vor Ort seien. „Wir konnten bislang 30 mögliche Versammlungsteilnehmer ausmachen“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittag. Die Beamten würden sicherstellen, dass keine Demonstration starte.

Ursprünglich waren 2000 Menschen in Berlin angemeldet

Angemeldet waren ursprünglich 2000 Menschen, die vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel ziehen wollten. Nach dem Stand der Polizei vom Samstagmittag hätte das Verbot trotz eines Einspruchs vor dem Verwaltungsgericht weiterhin Bestand. Grund waren zu erwartende Verstöße gegen Corona-Regeln wie die Pflicht zum Maskentragen und Abstand halten.Die Juristin Nicole Reese, die die Demo mit der Schauspielerin Miriam Stein und der Initiative #friedlichzusammen abhalten wollte, kritisierte in der Berliner Zeitung (Online) das Verbot.
„Wir sind schockiert über die Untersagung, denn wir haben im Vorfeld ausdrücklich klargemacht, dass wir uns an die Hygiene-Auflagen wie Mundschutz und Abstand halten werden.“ Eine große AfD-Demo am vergangenem Samstag sei erlaubt worden, ohne dass eine Unterwanderung durch Querdenker oder das Missachten der Auflagen angezweifelt worden sei, sagte Reese.
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