Drei Berliner Frauenprojekte sind mit dem von den Grünen initiierten Hatun-Sürücü-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 1500 dotierte erste Preis ging an das Projekt „Bitch MATERial“, das feministische Kunstausstellungen entwickelt. Mit Platz zwei wurde das Eritreische Frauencafé geehrt, auf Platz drei schafften es die Sisterqueens, ein feministischer Rap-Workshop. Die Grünen betonten zur Verleihung am Freitag, der Preis mache das Engagement für Mädchen und junge Frauen in Berlin sichtbar und würdige damit diese oft im Stillen verrichtete Arbeit.
Die 23-jährige Hatun Sürücü, die das Kopftuch abgelegt hatte und einen Beruf erlernte, war am 7. Februar 2005 auf offener Straße an einer Bushaltestelle in Tempelhof erschossen worden. Sie wurde getötet, weil ihr westlicher Lebensstil vermeintlich die Ehre der Familie verletzte. Der Mord hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.