Nach einem Brand in einem Pflegeheim in Berlin-Kladow mit einem Toten und 16 Verletzten untersucht die Polizei weiter die Brandursache. „Die Tatort- und Spurensuche ist noch nicht gänzlich abgeschlossen“, sagte ein Sprecher am Mittwochvormittag. Auch die Identität des Todesopfers steht nach Angaben der Beamten noch nicht zweifelsfrei fest. Die für unbekannte Tote zuständige Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes ermittelt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers war der Körper des Toten „komplett verkohlt“.
Das Feuer in der Einrichtung im Lanzendorfer Weg war nach Angaben von Polizei und Feuerwehr am Dienstagabend gegen 17.15 Uhr gemeldet worden. Demnach stand das Zimmer eines Bewohners im ersten Stock voll in Brand. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Rund 180 Kräfte waren im Einsatz, sagte ein Sprecher. Den 31 Bewohnern wurde von Pflegekräften geholfen. Dichter Rauch erschwerte den alten und in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohnern, aus dem Gebäude zu kommen. Die Pflegekräfte hätten sich „sehr beherzt“ verhalten.

Ein Zimmer komplett ausgebrannt

Nach Angaben der Polizei wurde in dem Zimmer ein toter Mann geborgen. Drei Heimbewohner erlitten schwere Verletzungen, zwölf weitere und ein Pfleger wurden leicht verletzt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Etwa 15 Betroffene wurden laut Feuerwehr nach dem Schock von einem Notfallseelsorger betreut. Unter den Bewohnern befanden sich einige Bewohner mit einer bestätigten Covid-19-Erkrankung. Das sei eine zusätzliche Herausforderung gewesen, die aber zum Alltag der Helfer gehöre.
Ein Brandkommissariat ermittelt nun zur Brandursache. Die Pflegeeinrichtung liegt in einem ehemaligen Kasernengelände im Bezirk Spandau am westlichen Stadtrand von Berlin. Das Heim verfügt laut seiner Internetseite über 148 Plätze, die meisten davon in Einzelzimmern.