Berlins Innensenator Andreas Geisel hat die angestrebte Aufnahme von rund 1500 Migranten von den griechischen Inseln begrüßt. Das sei immerhin zehn mal so viel wie zuvor geplant, teilte der SPD-Politiker am Dienstag mit. Er fügte hinzu: „Angesichts des Aufnahmewillens der Länder, Städte und Kommunen sollte es bei 1500 aber nicht bleiben.“
Zuvor war bekannt geworden, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) rund 400 Familien aufnehmen wollen, insgesamt rund 1500 Menschen. Geisel wollte sich am Dienstag in Athen über die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern informieren.

Umsetzung der Aufnahme noch unklar

Die Bundesregierung müsse nun sagen, wie sie die Aufnahme schnell umsetzen wolle und wie die Länder und Kommunen bei der Verteilung einbezogen werden, forderte der Senator. Er regte eine Bund-Länder-Konferenz an. „Der Bund muss die aufnahmewilligen Länder und Kommunen endlich ernst nehmen.“
Seehofer hatte vergangene Woche zunächst angekündigt, Deutschland werde 100 bis 150 von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen aufnehmen, die aus Griechenland in andere europäische Länder gebracht werden sollen.