Zuvor war bekannt geworden, dass die rot-schwarz-grüne „Kenia-Koalition“ die Arbeit des Sonderausschusses bis zum Sommer beenden wolle. Der Vorsitzende des Ausschusses, Thomas von Gizycki (Grüne), argumentierte am Montagnachmittag, dass mit der Eröffnung des Flughafens die noch zahlreichen Probleme bei den Finanzen und dem Schallschutz besser bei den Fachausschüssen Finanz oder Umwelt aufgehoben seien.
Widerspruch kam unter anderem von der Linke-Abgeordneten Marlen Block. „Ich glaube, dass das jetzt ein falsches Zeichen wäre, nach der Eröffnung und mit den vielen negativen Nachrichten diesen Sonderausschuss abzuschließen“, sagte sie. Auch Matthias Stefke aus der Fraktion BVG/Freie Wähler sprach sich gegen ein baldiges Ende des Ausschusses aus.

Sonderausschuss im Januar 2013 im Brandenburger Landtag eingesetzt

Der Sonderausschuss war im Januar 2013 im Brandenburger Landtag eingesetzt worden, nachdem der geplante Öffnungstermin im Juni 2012 wegen Problemen bei der Brandschutztechnik abgesagt worden war. Auch nach der Eröffnung im Oktober 2020 berichtet die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) den Abgeordneten in regelmäßigen Abständen über die finanzielle Lage sowie über Probleme und Projekte. So war bei der Sitzung am Thema erneut die wirtschaftlich problematische Lage in der Corona-Krise sowie der mangelnde Schallschutz bei vielen Anwohnern Thema.