Der corona-bedingte Einbruch des Flugverkehrs werde noch jahrelange Auswirkungen haben, sagte er. Deshalb verzichtet die Gesellschaft aktuell auf die Realisierung des Terminal 3. Das Baurecht für dieses Gebäude werde vorbereitet, aber mit der Umsetzung erst dann begonnen, wenn die alten Fluggastzahlen in zwei bis vier Jahren wieder erreicht werden, so Lütke Daldrup. Für das kommende Jahr wird damit gerechnet, dass die großen Fluggesellschaften die Hälfte ihrer Flotten wieder in Betrieb nehmen.
In der nächsten Woche beginnt im neuen Hauptterminal des BER mit 400 bis 500 Komparsen der Test der Gepäckaufgabe und -ausgabe. Im August folgt ein Evakuierungstest mit bis zu 800 Teilnehmern. Lütke Daldrup betonte, dass die Corona-Vorschriften bei den Übungen strikt eingehalten werden. Unklar ist noch, ob das neue Terminal 2 Ende Oktober in Betrieb genommen werden kann. Lütke Daldrup erklärte, dass die Gesellschaft 60 Millionen Euro zum Teil beim Personal an Einsparungen erbringt und deshalb die Corona-Hilfen von 300 Millionen Euro nicht voll in Anspruch nehmen muss.