In Brandenburg lag die Zahl am 1. Dezember 2019 bei 70 Auszubildenden. Im Jahr zuvor waren es 49. Alle Auszubildenden seien nach wie vor Frauen: "Männer haben den Beruf des Entbindungspflegers derzeit weder in Brandenburg noch in Berlin für sich entdeckt", hieß es.
Die Zahl der angestellten und freiberuflich arbeitenden Hebammen war in Brandenburg im Jahr 2018 laut der Statistik rückläufig. In Berlin stieg sie. Für 2019 lagen zunächst keine Zahlen vor.
Wer in Berlin Hebamme werden will, muss dafür künftig studieren. Wegen einer bundesweiten Reform stehen nun auch in der Hauptstadt Veränderungen an: Die letzten Ausbildungsjahrgänge von Charité und Vivantes starten nach Angaben der Institutionen dieses Jahr. Gleichzeitig bereitet die Charité einen Hebammenstudiengang vor.
Das Gesundheitsministerium Brandenburg will mit finanziellen Hilfen Hebammen im Land unterstützen. "Für die Umsetzung des "Aktionsplans zur Sicherstellung und dauerhaften Stabilisierung der Versorgung mit Hebammenhilfe" bereitet das Gesundheitsministerium aktuell Förderinstrumente vor", teilte die Behörde Anfang Mai mit. Dabei gehe es unter anderem um Gründungsförderung und Fortbildungsförderung. Ab wann die Förderungen beantragt werden können, könne derzeit noch nicht gesagt werden, sagte ein Sprecher.