Mit einer Mahnwache haben Dutzende Menschen auf der Berliner Invalidenstraße an die vier Todesopfer eines SUV-Unfalls vor einem Jahr gedacht. Die Menschen legten Blumensträuße und vier Figuren nieder, die für die Opfer stehen sollten. Der Bürgermeister des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), kam zu dem Gedenken ebenso wie Vertreter von Verkehrsverbänden wie dem ADFC.
Vor genau einem Jahr war der Fahrer des schweren Wagens ungebremst in eine Fußgängergruppe auf dem Gehweg gerast. Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zuvor einen „Krampfanfall“ erlitten hatte. Sein Wagen war über die Gegenfahrbahn hinweg von der Invalidenstraße in der Innenstadt abgekommen. Er rammte eine Ampel, tötete die Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.

Hohe Zahl an Neuzulassungen bei SUV

Der Unfall hatte eine Debatte über die Gefahr durch die beliebten SUV ausgelöst, die nach wie vor für einen hohen Anteil aller Neuzulassungen stehen. Für jedes der vier Todesopfer legten die Teilnehmer der Mahnwache am Sonntag eine Schweigeminute ein.