Dreimal Klingeln – das war der besondere Gruß, den etwa 80 Rad-Aktivisten am Mittwoch in Berlin-Adlershof im Gedenken an unseren Kollegen Mathias Puddig ertönen ließen. Sie waren dem Aufruf des ADFC und des Vereins Changing Cities zu einer Mahnwache gefolgt.
An der Kreuzung Hermann-Dorner-Allee/Ernst-Ruska-Ufer war Mathias Puddig am Montag von einem Lkw erfasst worden. Der 35-Jährige war als Radfahrer unterwegs und hatte an der roten Ampel gewartet. Er wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Lkw-Fahrer soll laut Polizeibericht die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben.
Am Mittwoch wurde an der Stelle ein weißes Fahrrad aufgestellt, zahlreiche Kerzen wurden entzündet. Die weißen Geisterräder sollen an die getöteten Radfahrer erinnern und als Mahnmal für andere Verkehrsteilnehmer gelten. Im Anschluss an die Mahnwache fand eine Fahrraddemonstration zum Bundesverkehrsministerium statt.
Nach Auskunft des Vereins Changing Cities starben im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick in diesem Jahr bereits drei Fahrradfahrer, insgesamt wurden elf Fahrradfahrende in der Hauptstadt getötet.