In Berlin ist erstmals in dieser Saison ein Fall von Geflügelpest bei einem Wildvogel nachgewiesen worden. Eine Möwe wurde vergangene Woche tot auf einem Steg in der Rummelsburger Bucht gefunden und ins Landeslabor gebracht. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte einen Nachweis des Virus-Subtyps H5N1, wie die Senatsverwaltung für Umwelt am Donnerstag in Berlin mitteilte.
Die Berliner Veterinärbehörden prüfen demnach, welche Maßnahmen jetzt gegebenenfalls zu ergreifen sind. Der Subtyp H5N1, der derzeit überwiegend auftritt, wurde in der Vergangenheit vereinzelt auch auf Menschen übertragen und hatte teils schwere Erkrankungen zur Folge. Bislang wurde laut Senatsverwaltung in der aktuellen Saison noch keine Übertragung auf den Menschen nachgewiesen.

Potsdam

Dem FLI zufolge erlebt Europa die bisher stärkste Geflügelpestepidemie. Die Seuche, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, betrifft vor allem Wasservögel – sie ist jedoch auch für Hausgeflügel hoch ansteckend. Deutschlandweit wurden seit Anfang Oktober bis Ende Dezember 394 Infektionen bei Wildvögeln wie Wildenten, Wildgänsen, Schwänen und Möwen nachgewiesen.