Heizen mit Gas wird für viele Berliner Haushalte teurer. Die Gasag erhöht den Tarif in der Grundversorgung zum 1. Januar. Für eine durchschnittliche Wohnung mit einem Verbrauch von 12 000 Kilowattstunden werden rund 16 Prozent mehr oder pro Monat 13 Euro zusätzlich fällig, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte das RBB-Inforadio darüber berichtet. Im Einfamilienhaus mit 20 000 Kilowattstunden Verbrauch liegen die Mehrkosten ab Januar laut Gasag bei rund 22 Euro im Monat.
Die Gasag verwies zur Begründung auf deutlich gestiegene Einkaufspreise für Erdgas. Nach dem vergangenen Winter seien Gasspeicher leer, die Nachfrage in Europa, Asien und Lateinamerika wachse. Seit Dezember 2020 habe sich der Einkaufspreis an der Börse mehr als verfünffacht.
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums entfällt knapp die Hälfte des Endkundenpreises auf Beschaffung und Vertrieb des Brennstoffs. Die andere Hälfte sind Steuern, Abgaben und Gebühren. Das Ministerium empfiehlt, die Endpreise der Gasanbieter zu vergleichen. Wer wechselt, könne oft Geld sparen.
Allerdings ziehen die Tarife gerade branchenweit an. Seit August hätten mittlerweile 98 Gasgrundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt, teilte das Vergleichsportal Check24 am Dienstag in München mit. Im Durchschnitt lag der Anstieg bei gut 17 Prozent.