Für Berlins Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch ist schnelles und ökologisches Bauen mit Hilfe von Holz machbar. „Wir haben ein großes Interesse daran, auch beim Bauen neue Wege zu gehen“, sagte die Politikerin, die ihre Partei 2021 in den Wahlkampf ums Abgeordnetenhaus führen will, der Deutschen Presse-Agentur. Dazu gehöre ein ausdrückliches Bekenntnis zu mehr Tempo beim Bauen. „Wir wollen schneller und mehr bauen, aber auch unsere Klimaschutzziele einhalten“, sagte Jarasch. „Deshalb ist der Holzbau für uns ein wichtiges Thema. Holzgebäude speichern CO2, während das Bauen mit Beton ganz viel CO2-Ausstoß bedeutet.“

Zusammenarbeit beim Holzbau mit Brandenburg

Dabei plädiert Jarasch für eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn: „Wir sind überzeugt, wenn man den Holzbau offensiv angeht, zusammen mit Brandenburg, das wäre ein großes gemeinsames Thema für die Metropolregion.“ Und nach Überzeugung der Grünen auch ein Beitrag, die Wohnungsbauziele eher zu erreichen: „Mit einer richtigen Holzbau-Offensive, die von Ausbildung bis zur landeseigenen Bauhütte reicht, würden wir es auch schaffen, schneller zu werden.“

Erprobung von Modulbauten aus Holz

Dass es in Berlin beim Bauen oft langsam vorangeht, liegt nach Einschätzung der Grünen-Spitzenkandidatin an den mangelnden Baukapazitäten der Firmen und den fehlenden Planungskapazitäten in den Bezirken. „Mit typisierten Modulbauten kann man einfach schneller sein. Wir erproben das jetzt mit den ersten Schulen“, sagte Jarasch. Die landeseigenen Wohnungsgesellschaften berlinovo und Howoge erprobten es auch mit Wohnhäusern. „Es wäre ein Superprojekt, zusammen mit Brandenburg, da schneller zu werden.“
Holzbau scheitere bisher oft daran, dass es zu wenig Angebot gebe, sagte Jarasch. „Das Angebot würde aber wachsen, wenn die Nachfrage da ist. Wenn das Land Berlin ausdrücklich sagt "Das wollen wir haben", dann werden auch die Anbieter kommen.“
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