Fragen, die die gesamte Metropolregion betreffen, sollten in einem gemeinsam tagenden Ausschuss besprochen werden. Wenn Pendler vom Senat ignoriert würden und der Wohnungsmangel Berlins zu steigenden Nachfrage im Umland führe, werde deutlich, wie wichtig eine bessere Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg sei, sagte Berlins Fraktionschef Burkhard Dregger am Montag bei einem Treffen mit seinem Brandenburger Amtskollegen Jan Redmann.
Überlegt wird, zwei Ausschüsse zu bilden, die gemeinsam tagen, um sich über Themen etwa der Verkehrs- und Wohnungsbaupolitik oder der Wirtschaftsförderung auszutauschen. Ein einziger gemeinsamer Ausschuss gilt als verfassungsrechtlich problematisch.
Brandenburgs CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Redmann sagte, die beiden Länder seien keine Konkurrenten um Wirtschaftsansiedlungen. „Wir konkurrieren nicht um Unternehmen und auch nicht um Fachkräfte, sondern müssen diese Themen strategisch gemeinsam denken.“ Die Metropolregion stehe gemeinsam im Wettbewerb mit Standorten wie dem Großraum London oder Paris. „Ein gemeinsam tagender Ausschuss kann genau bei diesen Fragen ansetzen.“
Die Idee ist schon mehrfach diskutiert worden: Im Januar 2018 haben die CDU-Fraktionen in Berlin und Potsdam in einem gemeinsamen Positionspapier gefordert, einen ständigen Ausschuss beider Parlamente einzurichten. Die Christdemokraten haben auch damals schon vorgeschlagen, jedes Parlament solle einen eigenen Ausschuss einsetzen, beide sollten dann gemeinsam tagen. Allerdings gab es in Brandenburg zu dem Zeitpunkt noch eine rot-rote Regierung, aus der Umsetzung wurde nichts.