Die Gewerkschaft Verdi will trotz Verhandlungen an den Streikplänen für die Berliner Krankenhäuser Vivantes und Charité festhalten. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass man auch unter Streikbedingungen verhandelt“, sagte Verhandlungsführerin Meike Jäger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch sind weitere Verhandlungen geplant. Der Krankenhauskonzern Vivantes hofft unterdessen, einen Streik noch abwenden zu können. Sie gehe davon aus, dass Vivantes in einen guten Arbeitsprozess mit Verdi komme. „Insofern sehe ich gar keine Notwendigkeit für Streiks“, sagte Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personalmanagement bei Vivantes, am Dienstag im RBB-Inforadio. 
Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi hat der Krankenhauskonzern Vivantes am Montag ein Modell vorgestellt, mit dem Belastungen für Pfleger reduziert werden sollen. Das Modell sehe vor, dass der Leistungsumfang der Krankenhäuser sich nach dem vorhandenen Personal richte, teilte eine Sprecherin mit. 
Am Montag hatte Verdi nach Urabstimmungen angekündigt, dass voraussichtlich ab Donnerstag in den landeseigenen Krankenhäusern Vivantes und Charité gestreikt werden soll. Die Gewerkschaft kämpft unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung der Beschäftigten in Tochterfirmen.