"Für mich geht hier ein Traum in Erfüllung", sagt Krieger. Denn er ist in Lichtenberg geboren. Ein Vierteljahrhundert hat sich der Firmenchef darum bemüht, im Bezirk ein Einrichtungshaus zu eröffnen. Nach vielen gescheiterten Verhandlungen konnte Krieger vor anderthalb Jahren das Grundstück neben Ikea und dem Globus-Baumarkt an der Landsberger Allee 358-362 erwerben.
Dort, wo jahrelang eine riesige Lagerhalle - im Volksmund "Akropolis" genannt - verfiel, glänzt nun ein 200 Meter langer roter Quader in der Sonne. Im Inneren sieht es ähnlich aus wie in der Filiale am Schöneberger Sachsendamm. Gläserne Fahrstühle passieren eine Art Lichthof und geben den Blick frei auf Wohnwelten mit Küchen- und Schlafzimmereinrichtungen. An den goldenen Kerzenständern und Buddha-Figuren im Erdgeschoss kleben schon die 25-Prozent-Rabatt-Schilder. Neben dem mit Birken dekorierten Restaurant lockt ein Kinderland zum Toben. Zur Eröffnung soll es ab Donnerstag noch Bungee-Trampolin und ein Riesenglücksrad geben. Die Shopping-Party mit Konzerten geht vier Tage, denn der kommende Sonntag ist bei Höffner verkaufsoffen.
Mit seiner Verkaufsfläche von rund 50 000 Quadratmetern ist der Lichtenberger Höffner der größte der 19 Möbelmärkte der Unternehmensgruppe. Direkt nebenan baut Krieger derzeit noch eine Filiale des Möbel-Discounters Sconto. Die alte Höffner-Filiale in Marzahn wird zu einem Möbel Kraft umgebaut, der ebenfalls zum Konzern gehört.
Die Kundschaft am neuen Lichtenberger Standort wird nicht nur aus dem Umland, sondern auch von direkt gegenüber erwartet, wo demnächst 2000 Wohnungen gebaut werden.
Und Krieger will weiter expandieren. Sein Neubauprojekt am Pankower Tor stockt allerdings seit Jahren. Auf dem ehemaligen Güterbahnhof plant der Kaufhausunternehmer nicht nur mehrere Möbelmärkte, sondern auch ein Einkaufzentrum sowie ein Wohnquartier. Der Streit um den denkmalgeschützten Rundlokschuppen am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf ist inzwischen vor dem Oberlandesgericht gelandet. Zudem hapert es noch an einer Verkehrslösung, erklärt Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke). Ein weiteres Gutachten sei in Vorbereitung, das klären soll, welcher Straßenbau nötig ist, damit es am Pankower Tor künftig nicht zum Verkehrskollaps kommt, so Benn. Zudem seien sich Bezirk und Senat darüber uneinig, wie viel Einzelhandel Pankow überhaupt vertragen kann.