Giffey bewirbt sich am Freitag auf dem Landesparteitag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, um die Doppelspitze.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte laut „Tagesspiegel“ (Freitag), mit Giffey werde es „ein Zusammenspiel der Kräfte geben: eine starke Wirtschaft, gute Arbeit und mehr Sicherheit“. Nach Ansicht von Malu Dreyer hat die Familienministerin bewiesen, „dass sie mit großer Tatkraft Vorhaben umsetzen kann, die den Alltag der Menschen konkret verbessern“. Dies werde Giffey auch weiter zeigen, erklärte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.
Giffey werde „Berlin guttun und der SPD natürlich auch“, sagte der niedersächsische Regierungschef Stephan Weil. Als bürgernahe Politikerin vergesse sie nie, was den Leuten wichtig sei: „Sicherheit, eine leistungsfähige Wirtschaft, ein gutes Bildungswesen“.
Giffey belastet derzeit die Affäre um mögliche Plagiate in ihrer Doktorarbeit. Die Freie Universität Berlin (FU) erteilte ihr im Herbst 2019 wegen Mängeln in der Arbeit eine Rüge, entzog ihr aber nicht den Doktortitel. Nach breiter Kritik an diesem Vorgehen kündigte die FU jüngst eine erneute Prüfung an, die bis zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters abgeschlossen sein soll - also bis Ende Februar. Die Rüge für Giffey wurde zurückgezogen. Unter Druck hatte Giffey vor kurzem verkündet, auf ihren Doktortitel zu verzichten.