Brandenburg will die Versorgung von Pflegebedürftigen im Land stärken - an diesem Donnerstag startet dazu die erste von vier Etappen des „Paktes für Pflege“. Das teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. Für die „Pflege vor Ort“ tritt dann die Förderrichtlinie des Sozialministeriums in Kraft. Dafür stellt das Land laut Ministerium jährlich rund 11,7 Millionen Euro bereit.

Pflege im ländlichen Raum steht im Mittelpunkt

Mit dem Pakt sollen unter anderem Pflegebedürftige und ihre Angehörigen insbesondere im ländlichen Raum entlastet werden. Zudem soll es mehr Beratung geben und die Fachkräftesicherung durch attraktive Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen gefördert werden. Für das Vorhaben stehen jährlich rund 22 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge zur Förderung können Kreise und kreisfreie Städte, Ämter und Gemeinden stellen. Das Programm ist ein Schwerpunkt im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen.
Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bezeichnete die „Pflege vor Ort“ als Herzstück des Paktes. Die Pflege der Zukunft sei dort, wo die Menschen leben, zuhause sind und alt werden möchten, sagte sie. Ziel sei es, dass Menschen auch mit Pflegebedürftigkeit durch vielfältige und flexible Angebote und Hilfen bis ins hohe Alter ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.