Ein unbekannter Angreifer soll einen Bundeswehrsoldaten im Gebäude der Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin-Kreuzberg angriffen haben. Der Soldat soll offenbar von hinten niedergeschlagen und dabei augenscheinlich leicht verletzt worden sein, sagte der Sprecher der Berliner Polizei, Thilo Cablitz, am Dienstagabend. Die Vernehmung des Soldaten sei im Gange. Zu möglichen Hintergründen war zunächst nichts bekannt.
Der Vorfall habe sich am späten Dienstagnachmittag ereignet, sagte Cablitz. Die Polizei war demnach auch am Abend noch in dem mehrstöckigen Gebäude in der Oranienstraße im Einsatz und beging die Räume. Es gehe um eine Überprüfung, ob sich der Angreifer noch im Haus aufhalte, sagte Cablitz. Zur weiteren Dauer des Einsatzes konnte er zunächst keine Angaben machen. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung (Online) über den Vorfall berichtet.

Zusammenhang mit Corona-Pandemie?

Der niedergeschlagene Soldat gehört nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zu Bundeswehr-Kräften, die wegen der Corona-Pandemie in der Behörde im Einsatz sind. Sie arbeiteten im Krisenstab mit und seien zum Beispiel mit Aufgaben wie dem Management der Einladungen für Impftermine befasst, sagte Sprecher Moritz Quiske. Mitarbeiter, die sich am Abend noch in der Behörde befanden, würden einzeln von der Polizei aus dem Haus geleitet.
Die Behörde war am Dienstagabend noch weiträumig abgesperrt. Aus der Ferne waren viele Polizisten vor dem Gebäude zu sehen. Die Buslinie M29 wurde nach BVG-Angaben bei Twitter zwischen den Haltestellen Anhalter Bahnhof und Adalbertstraße/Oranienstraße umgeleitet.
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