Die Schülerzahlen in Berlin steigen weiter, liegen allerdings unter der Prognose aus dem Frühjahr. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Montag mit. Danach besuchen gut 1500 weniger Schülerinnen und Schüler die öffentlichen allgemeinbildenden Schulen als in der Modellrechnung der Bildungsverwaltung vom März 2020 angenommen. Im laufenden Schuljahr 2020/21 sind es insgesamt
331 049 Schüler und damit 5524 mehr als im Schuljahr davor. Die Verwaltung beruft sich dabei auf ihre jüngste Statistik. An den allgemeinbildenden Schulen gebe es damit so viele Schüler wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Neuer Spitzenwert bei den Schülerzahlen in Berlin

„Vor zehn Jahren mussten wir wegen des Geburtenrückgangs noch Schulen schließen, jetzt haben wir einen neuen Spitzenwert bei den Schülerzahlen erreicht“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Damit seien neue Herausforderungen verbunden, etwa der Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen.
Die Klassenfrequenz in den Grundschulen liegt der Bildungsverwaltung zufolge weiterhin bei durchschnittlich 22,2 Kindern. Eine leichte Zunahme gab es bei den Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache, in deren Haushalt also vorwiegend eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird. Ihr Anteil beträgt 41 Prozent (Vorjahr: 40,6 Prozent). Dagegen ist der Anteil der Schüler aus ärmeren Familien, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, an öffentlichen Schulen mit 31,5 Prozent leicht zurückgegangen (Vorjahr: 32,2 Prozent).