So soll in Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen täglich der Besuch einer Person möglich sein - damit entfalle die bisher teils geltende Einschränkung hinsichtlich Alter des Besuchenden und Dauer des Besuchs, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Freitag mit. Schwerstkranke und Sterbende unterliegen demnach keinen Besuchsbeschränkungen.
Im März war das Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeheimen der Hauptstadt stark eingeschränkt worden. So durften etwa nur Patientinnen unter 16 Jahren und Schwerstkranke einmal am Tag für eine Stunde eine Person empfangen, allerdings keine, die eine Atemwegserkrankung vorweisen. Pflegeheimbewohner durften nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings keine Kinder unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.
Einschränkungen in Heimen und den besonderen Wohnformen sind nach dem neuen Beschluss nur noch möglich bei einer bestätigten Covid-19-Infektion und "nach Maßgabe einer Gefährdungsabschätzung, an der das Gesundheitsamt mitwirkt". Sie müssen dann auch befristet sein.
Unter anderem in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen Personal und Besucher zudem künftig Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch Arztpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen unterliegen grundsätzlich der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
Die Entscheidungen erfolgten laut Senatsverwaltung auf Grundlage des Beschlusses aus der Schalte von Bund und Ländern am 6. Mai. Die Lockerungen treten laut eines Sprechers der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung an diesem Samstag in Kraft.