Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender und der gespendeten Organe in Berlin bisher etwa konstant geblieben. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, haben nach vorläufigen Zahlen in der Hauptstadt 52 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Im Jahr davor waren es mit 55 nur wenig mehr Spender. Verglichen mit 2018, als 48 Menschen Organe spendeten, war es sogar eine Steigerung.
Auch in Deutschland insgesamt lag die Zahl der Spender 2020 mit 913 etwa auf dem Niveau von 2019. Damals zählte die DSO 932 Organspender.

Fast 3.000 Spenden in 2020

Im zurückliegenden Jahr konnten 2941 nach dem Tod der Spender („postmortal“) entnommene Organe der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant zugewiesen werden. Laut DSO waren das nur geringfügig weniger als 2019, wo 2995 Organe weitergegeben wurden. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, gefolgt von Lebern, Lungen, Herzen und weiteren Organen.
In den deutschen Transplantationszentren wurden im vergangenen Jahr 3016 Organe nach einer postmortaler Spende übertragen, das waren 176 Organe weniger als in 2019. Ende 2020 standen laut DSO noch immer 9200 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation.
„Es zeigt, dass es für Ärzte und Pflegende auf den Intensivstationen zunehmend selbstverständlich ist, am Lebensende von Patienten mit schwerer Hirnschädigung auch nach der Einstellung zur Organspende zu fragen, selbst in der Phase der Pandemie“, erklärte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel.
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