Die zuständige Bezirksstadträtin Sabine Weißler rudert jetzt zurück. "Unser Ziel ist, dass die neuen Namen vermittelbar sind", sagt die Grünen-Politikerin, die der Jury angehörte. Die öffentliche Kritik nehme sie ernst. Gleichzeitig verteidigt Weißler die Auswahl: "Die Angolaner verehren Nzinga. Sie sollte differenziert beurteilt werden."
Doch Zweifel meldet auch die Wissenschaft an. "Man kann diese Königin nicht zur Widerstandskämpferin hochjubeln", sagt der Berliner Afrikaexperte Andreas Eckert. "Keiner kennt sie." Angesichts der aufgeladenen Debatte hätte er einen Vorschlag: Es gebe bedeutende Frauen, die gegen die Apartheid gekämpft hätten. "Nach ihnen sollten Straßen benannt werden."