Nach den Attacken auf Kunstobjekte der Berliner Museumsinsel sucht die Polizei weiter nach dem Täter. In den Ausstellungshäusern waren mehr als 60 Objekte mit einer Flüssigkeit beschädigt worden. Es seien mehrere Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen.
Auf mehreren Kunstgegenständen war am 3. Oktober eine farblose, ölige Flüssigkeit verteilt worden. Der Schaden ist nach Angaben der Museen noch nicht abschließend zu beziffern. Das zuständige Fachkommissariat für Kunstdelikte im Landeskriminalamt Berlin ermittelt.

Sicherheit muss geprüft werden

Die Polizei bittet Zeugen weiterhin, sich mit Hinweisen zu melden. Die Schäden an den Kunstobjekten waren erst jetzt öffentlich gemacht worden. Einen Zusammenhang der Objekte oder ein Motiv konnten die Ermittler zunächst nicht ausmachen.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte am Mittwoch auch Aufklärung zur Frage der Sicherheit gefordert. Bereits vor drei Jahren war die Berliner Museumsinsel zum Tatort geworden. Damals wurde eine riesige Goldmünze gestohlen.