„Die ersten Menschen sind wieder in ihren Wohnungen“, sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes Treptow-Köpenick. Ein Teil der Pohlestraße sei wieder freigegeben.
Sechs Häuser seien aber weiter gesperrt, darunter die beiden einsturzgefährdeten Gebäude an der Baugrube, die am Sonntag mit Wasser vollgelaufen war. Insgesamt mussten laut Bezirksamt 360 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Gas, Wasser, Strom und Wärme mussten abgeschaltet werden.

Häuser in Köpenick von Einsturz bedroht

Es werde weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, die von Einsturz bedrohten Häuser zu stabilisieren, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) im rbb-Inforadio. Jetzt würden Holzkonstruktionen angebracht. Es gehe auch um die Hauptversorgungsleitungen in unmittelbarer Nähe. Das Wasser aus der Grube sei abgepumpt worden. Riesige Bigpacks mit Erde seien dort hineingestellt worden. „Es ist eine wirklich große Geschichte“, so der SPD-Politiker.
Er sprach zugleich von einem „Desaster“. Wasser sei nicht allein das Problem an der Baustelle gewesen - „dass dort wirklich professionell gearbeitet wurde, daran bestehen ernsthafte Zweifel“, auch wenn der Bauherr dies abstreite. „Die Annahme, dass es an unsachgemäßen Bauarbeiten liegt, ist extrem hoch.“ Bereits zuvor erteilte Auflagen seien nicht umgesetzt worden.