In Berlin-Steglitz haben Kriminaltechniker des Landeskriminalamts eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft. Der Sprengsatz sei am Montagabend erfolgreich unschädlich gemacht worden, teilte die Polizei mit. Rund 3000 Menschen konnten damit wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die Polizei begann am Montagnachmittag damit, das Gebiet rund um den Fundort am Oehlertring zu räumen. Die 3000 Menschen sollten den zunächst rund 300 Meter großen Sperrkreis verlassen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Kriminaltechniker des Landeskriminalamts wollten die Bombe voraussichtlich noch am Montag entschärfen.

Bombe bei Bauarbeiten entdeckt

Laut Polizei war der Blindgänger bei Bauarbeiten am Montagvormittag entdeckt worden. Rund 150 Polizistinnen und Polizisten waren für die Evakuierung im Einsatz, wie der Sprecher weiter erklärte. Mit Lautsprecherdurchsagen informierten sie die Anwohner.

Oranienburg

Andere Beamte sicherten den Sperrkreis ab, damit keine Fahrzeuge mehr in die Gefahrenzone hineinfuhren. Rettungsdienste waren vor Ort, um bedürftigen Menschen beim Verlassen ihrer Wohnungen zu helfen. Von der örtlichen Bereitschaft des Roten Kreuzes hieß es via Twitter, man werde eine Notunterkunft einrichten. Laut Polizei werden Betroffene, die nicht wissen, wo sie unterkommen sollen, in die Turnhalle der Wilhelm-Ostwald-Schule (OSZ) versorgt.

Ersatzverkehr für S-Bahn-Linie 2

Die S-Bahn teilte mit, ab etwa 18.30 Uhr werde der Verkehr der S-Bahn-Linien 25 und 26 zwischen Südkreuz und Lichterfelde Ost eingestellt. Die Busse des Schienenersatzverkehrs der Linie 2 sollten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an den Bahnhöfen Priesterweg, Südende und Attilastraße halten. Die S-Bahn empfahl, auf die U-Bahn-Linie 6 ab Alt-Mariendorf und die Ringbahn ab Tempelhof auszuweichen.
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) meldete, der Munsterdamm sei in beiden Richtungen zwischen Prellerweg und Steglitzer Damm gesperrt. Das führte am späten Nachmittag zu einem Stau auf den Ausweichstrecken.
Auch Gäste des Sommerbades am Insulaner am Munsterdamm waren betroffen. Ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe sagte, für das Zeitfenster zum Schwimmen ab 16.15 Uhr sei niemand hereingelassen worden. Der Zeitraum sei ausgebucht gewesen. Die Buchungen würden nun nach und nach stoniert, so der Sprecher.