Für einen besseren Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest baut Mecklenburg-Vorpommern einen zweiten Schutzzaun. Am Mittwoch wurde südlich der Autobahn 11 (Berlin-Stettin) bei Pomellen der erste Draht dafür gezogen, wie das Schweriner Agrarministerium mitteilte. Der Bau des 2,5 Kilometer langen Abschnittes bis zur Uckermark (Brandenburg) soll 100 000 Euro kosten und Ende August abgeschlossen sein. In dem Zwischenraum zum ersten Zaun an der Grenze zu Polen soll eine Schutzzone entstehen, die möglichst ganz frei von Wildschweinen gehalten wird, wie Agrarminister Till Backhaus erklärte. Brandenburg plane ebenfalls einen zweiten Zaun.
Bisher gibt es auf rund 670 Kilometern einen festen Schutzzaun nach Polen, den Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bauen ließen. In Vorpommern wurde bis Ende 2020 der erste Zaun auf 64 Kilometern von der Insel Usedom bis zur Uckermark gebaut. Zweimal gab es laut Backhaus Probleme, weil Zauntore gestohlen wurden. Der zweite Zaun schließt am südlichen Wildschutzzaun der A11 an.

Frankfurt (Oder)

Laut Backhaus hat sich der Schutzzaun bewährt. Zuletzt war die Schweinepest bei einem Wildschwein 33 Kilometer südöstlich der Landesgrenze in Polen aufgetreten. Nach Zahlen des Friedrich-Löffler-Instituts wurden im ersten Halbjahr in Europa 9018 Fälle bei Wild- und Hausschweinen gemeldet, davon 1916 in Polen. In Deutschland sind etwa 1800 Fälle aus Sachsen und Brandenburg bestätigt.
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