Viele freuen sich über die Sonne in diesen Tagen, doch für die Moorfrösche bringen die wärmenden Strahlen derzeit eine große Gefahr mit sich. „Als erste wagen sie sich aus ihren Winterquartieren und kommen gleich in Todesgefahr durch den Straßenverkehr“, sagte Rainhard Baier vom Naturschutzbund Brandenburg. Die Naturschützer kümmern sich ehrenamtlich um Amphibien und Reptilien.
Da der Boden noch tief vereist sei, könnten die Fanggefäße nicht in die Erde gebracht werden, sagte Baier. Darin werden die Moorfrösche eingesammelt, um zu verhindern, dass sie überfahren werden, sollten sie die Straße überqueren. Sie seien auf der Suche nach Laichgewässern und Paarungspartnern. „Bislang können wir den Tieren auf ihrem Weg nicht helfen. Der Boden müsse erst auftauen“, sagte Baier. Der Tod zahlreicher der geschützten Tiere im Straßenverkehr sei vorhersehbar.

Auch Frösche, Kröten, Molche und Unken aus dem Winterschlaf erwacht

Wenn die Krötenzäune und Gefäße im Boden platziert sind, fallen die Moorfrösche und andere Amphibien hinein. Helfer können sie dann sicher über gefährliche Verkehrsweg tragen und wieder aussetzen.
Auch andere Frösche sowie Kröten, Molche und Unken erwachen langsam aus dem Winterschlaf. „In den kommenden Wochen wird das Paarungsgeschehen deutlich an Fahrt aufnehmen“, sagte Sascha Schleich, Sprecher des Nabu-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, der sich für den Schutz von Fischen, Lurchen und Kriechtieren einsetzt. Der Naturschutzbund appellierte an Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken höchstens 30 Kilometer je Stunde zu fahren. Das könne vielen Tieren das Leben retten.