Auch um die notwendigen Formalitäten, zu denen beispielsweise Bescheinigungen der polnischen Gesundheitsbehörde über das Nichtbestehen von Seuchengefahr und der Transport in Metallsärgen gehören, müssen sich die Angehörigen beziehungsweise die von ihnen Beauftragten kümmern. Immerhin unterstützen sie Kriminalisten der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland in Strausberg dabei. "Wir stehen mit den Angehörigen seit dem Verschwinden der Toten in Kontakt und haben auch die Unterlagen für die Identifizierung in Polen mit ihnen zusammengestellt. Auch die weiteren Formalitäten sollen jetzt so einfach wie möglich gestaltet werden", sagte der Erste Kriminalhauptkommissar Reinhard Höhne aus Strausberg. Er hatte am Mittwochabend mit einem Kollegen an der Leichenschau in Posen teilgenommen.
"Die polnischen Kollegen sind sehr kooperativ und ebenfalls daran interessiert, dass die Toten so bald wie möglich bestattet werden", betonte Höhne. Derzeit befänden sich die Leichname in Kühlräumen der Posener Gerichtsmedizin, sodass sie nicht weiter verwesen können. Dass die Überführungen bereits am Wochenende erfolgen könnten, sei jedoch aufgrund der zu erfüllenden Formalitäten nicht zu erwarten.
Möglich ist auch, dass sich einige Angehörige für die Kremierung der Toten im Nachbarland entscheiden beziehungsweise die von ihnen beauftragten deutschen Bestattungsinstitute die Kosten für die Überführung übernehmen.
Unterdessen führen die Polizei und die Staatsanwaltschaften beider Länder die Ermittlungen gegen die drei bereits verhafteten Tatverdächtigen fort. Nach zwei weiteren Personen wird nach wie vor gefahndet.