Mitte Juni hat er den Fisch seines Lebens gefangen. Jetzt bekommt der 59-jährige Wolfgang Richter Ärger mit dem Tierschutz. Die weltweite Organisation Peta hat Anzeige erstattet, weil der Berufsfischer gegen Gesetze verstoßen haben soll. Meeresbiologin Tanja Breining erklärte am Donnerstag, dass es um den Paragrafen 17 gehe. Dort heißt es im Absatz eins, mit "Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet".
Hintergrund ist eine Ankündigung von Richter, den Wels nicht essen zu wollen, sondern ihn von einem österreichischen Tierpräparator herrichten zu lassen. Der Fang gilt als außergewöhnlich, weil der Fisch stattliche 2,25 Meter maß und 67 Kilogramm schwer war.
Die Strafanzeige hat die Tierschutzorganisation Peta bei der Generalstaatsanwaltschaft in Brandenburg an der Havel eingereicht. Die Behörde wird den Fall voraussichtlich an die zuständige Staatsanwaltschaft Cottbus weitergeben. Die dortige Sprecherin Petra Hertwig sagte am Donnerstag: "Die Sache ist auf keinen Fall strafbar." Deshalb seien Konsequenzen für den Berufsfischer unwahrscheinlich.