Die Saison für die heimischen Äpfel aus Brandenburger Anbau hat am Mittwoch in Altlandsberg (Märkisch-Oderland) begonnen.
Mit 917 Hektar Fläche ist der Apfel das bestimmende Obst im Land. Die Obstbauern können voraussichtlich mit einer besseren Ernte als im Vorjahr rechnen. Im Jahresmittel bleibe sie für viele Betriebe dennoch unbefriedigend, teilte das Agrarministerium mit. Frost, aber auch Hagelstürme, extreme Trockenperioden und neue Schädlinge und Baumkrankheiten schmälern die Ernte. Derzeit wird laut Landesamt für Statistik von einer Erntemenge von rund 21.300 Tonnen ausgegangen, im Vorjahr waren es lediglich 14.900 Tonnen.
„Äpfel aus Brandenburg sind frisch, ausgereift und haben nur eine kurze, nachzuverfolgende Lieferkette vom Feld zum Verbraucher“, betonte Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/ Grüne). Das Land unterstütze Obstbauern, die 2019 wegen Frostes große Einbußen hatten, in diesem Jahr mit mehr als drei Millionen Euro. Finanziert werden auch Beratungen etwa zu wassereinsparenden Anbaumethoden durch die Einhaltung von Fruchtfolgen und zur Steigerung des Humusgehaltes der Böden.
Im Handel werden etwa 30 Sorten Äpfel angeboten von süß bis sauer, von mehlig bis knackig: beliebt sind die Sorten Elstar, Pinova und Jonagold. Nach Angaben des Brandenburger Gartenbauverbandes isst jeder Deutsche durchschnittlich 23,5 Kilogramm Äpfel im Jahr.