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Flugrouten: CDU will "Lärmrente"

Karte mit den Flugrouten des künftigen Hauptstadtflughafens.
Karte mit den Flugrouten des künftigen Hauptstadtflughafens. © Foto: dpa-infografik
26.01.2012, 15:52 Uhr
Stahnsdorf/Potsdam (dpa) Bürgerinitiativen aus Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) und Blankenfelde-Mahlow (Potsdam-Mittelmark) haben mit Empörung auf das Flugroutenkonzept für den neuen Flughafen Berlin-Schönefeld reagiert. Ernüchtert zeigte sich am Donnerstag auch die verkehrspolitische Sprecherin der Linken im Potsdamer Landtag, Kornelia Wehlan. Die CDU bekräftigte ihre Forderung nach einer Lärmrente und einem schnellen Ausbau des Schallschutzes an betroffenen Wohnhäusern.

"Mit der Wannseeroute und der Müggelseeroute werden vollkommen unnötig Hunderttausende Brandenburger und Berliner mit Fluglärm belastet", kritisierte die "Bürgerinitiative Stahnsdorf gegen Fluglärm". Der Sprecher des Bürgervereins Berlin-Brandenburg (BVBB), Kristian-Peter Stange kündigte an, "dass die Auseinandersetzung um den Standort erst richtig in Fahrt kommt, wenn alle Betroffenen täglich und in der Nacht erleben, was ihnen angetan wird". Aus seiner Sicht gibt es nur eine Lösung: einen neuen Großflughafen in einem dünn besiedelten Gebiet im Süden von Berlin anstelle des Standorts Schönefeld.

Wehlan erklärte, das Bundesamt für Flugsicherung agiere gegen die Vernunft und kritisierte, dass Hinweise des Umweltbundesamtes ignoriert worden seien. Der Verkehrsexperte der CDU-Fraktion, Rainer Genilke, erklärte, es sei unbefriedigend, dass erst 1000 von 25 500 Häusern und Wohnungen mit Schallschutz ausrüstet wurden. Er forderte erneut eine Lärmrente für nicht fristgerecht umgesetzte Maßnahmen. Dazu gehören Schallschutzfenster und neue Lüftungsanlagen.

Trotz zahlreicher Proteste wegen befürchteter Lärmbelästigung bleibt es bei den umstrittenen Flügen über den Müggelsee im Südosten der Hauptstadt. Auch über den Südwesten werden Flugzeuge abheben, wie aus der am Donnerstag vorgelegten Verordnung hervorgeht. Der neue Flughafen an der Stadtgrenze in Schönefeld soll am 3. Juni in Betrieb gehen.

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Matthias Michall 28.01.2012 - 14:21:11

da bleibt mir die Luft weg

wie dumm muß man sein , solche Politiker zu wählen,! Heuchlerisch wird behauptet das Wohl der Bürger im Auge zu haben, dass Gegenteil ist der Fall. Es geht um ihren ganz persönlichen Vorteil , egal ob die Wulff, Wowereit oder Platzeck heißen, es wird gekunkelt und geschoben für Posten und Pöstchen , um ihre Schäffchen insTrockene zu bringen. Wie immer wird Wasser gepredigt und Wein gesoffen. Die Volksverblödung ist politischer Wille!! nur nicht nachdenken was außerhalb des Dschungelcamps geschieht. Nur so ist es für unsere ach so lieben politiker möglich, die Wohltaten eines stadtnahen und damit letzendlich innerstädtischen Flughafens zu erklären. Jetzt weiß ich auch das Köpenicker Bürger offensichtlich eine andere Gattung als Tegel Bürger sind. Wobei ich klar feststellen möchte, dass Tegel für die betroffenen Anwohner mehr als ein Zumutung ist. Ich Hoffe und wünsche mir über den beginnenden Rechtsstreit hinaus..... politischen Ungehorsam... dass auch der letzte Politiker kapiert, dass es nicht um sein Wohl geht sondern um das Wohl aller Bürger!!!

Familie Wegner - Mahlow 26.01.2012 - 17:22:35

DRECKSCHLEUDER BBI BER - Flughafenbetrüger

Wie kann man den Flughafen eröffnen, wenn der Lärmschutz nicht mal zu 5 Prozent abgeschlossen ist? Die Anwohner hier fühlen sich durch den Flughafen betrogen. Auf die Terrasse gehen ist nicht mehr. Wir sollen für alle anderen geopfert werden und krank gemacht werden? Ist dasGrundgesetz hier ungültig??? Das Recht auf Gesundheit und Leben gilt hier nicht?

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