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Bad Saarower fordern Rücktritt von Stobrawa

27.01.2012, 12:52 Uhr - Aktualisiert 27.01.2012, 16:48
Bad Saarow (dpa/bb) In einem offenen Brief haben Mitglieder der Gemeindevertretung von Bad Saarow (Oder-Spree) den Rücktritt ihrer ehrenamtlichen Bürgermeisterin Gerlinde Stobrawa (Linke) wegen Stasi-Vorwürfen gefordert. In dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa am Freitag vorlag, wird betont, dass die Vertrauensbasis für die weitere Zusammenarbeit fehle. Eine nicht enden wollende Diskussion über eine ehemalige informelle Mitarbeiterin der Staatssicherheit schade dem Ansehen der Gemeinde.

 

Die Gemeindevertreter betonen, dass die Enquetekommission des Landtages ebenso wie die Untersuchungskommission der Gemeinde zu dem Schluss gekommen sei, dass die Zusammenarbeit mit Stobrawa, die auch im Landtag sitzt, mit dem damaligen Ministerium für Staatssicherheit weiter gegangen sei, als bisher von ihr zugegeben.

 

Die ehemalige Landtags-Vizepräsidentin Stobrawa ist seit 2003 ehenamtliche Bürgermeisterin in Bad Saarow. Dem Abschlussbericht zur Stasi-Überprüfung aller 88 märkischen Landtagsabgeordneten zufolge sind sechs Parlamentarier belastet, fünf von ihnen gehören der Linksfraktion an. Die Opposition fordert Stobrawas Mandatsverzicht im Landtag. Die SPD-Fraktion legt ihr den Verzicht nahe. Stobrawa selbst ist derzeit krank.

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Bernd H. 05.02.2012 - 18:31:40

@Ein Abgeordneter - Unklarer Kommentar

Ich kann weder Ihre Kommentation noch den Umgang mit meiner Person nachvollziehen. Sie wirkt befremdlich und ist nicht sachorientiert. Ich darf Ihre Äußerung: "dass sie in der damaligen Zeit selbst Akteur solcher Machenschaften waren..." zurückweisen und behalte mir vor, im Wiederholungsfall der MOZ die Löschung Ihrer Kommentation zu empfehlen. Bitte halten Sie sich an allgemein gültige Umgangsformen. Es wäre zielführend, wenn Sie Fragen stellen würden, anstatt unsäglich zu poltern. Folgende Fragen darf ich an Sie stellen: 1) Was meinen Sie, wenn Sie schreiben: "wenn man im Glashaus sitzt"? 2) Was ist für Sie anonym? Bernd H. oder "ein Abgeordneter"? Wenn Sie ein vom Volk gewählte Person (Volksvertreter) sind, warum treten Sie dann nicht als solche öffentlich und mit vollem Namenszug auf? 3) Angenommen, Sie sind, wie ich ein Außenstehender. Was meinen Sie dann, wenn Sie schreiben: "Schädigen einer betroffenen Person"? 4) Ich verweise zu Recht auf den momentanen Gesundheitszustand der Bürgermeisterin, Frau Stobrawa. Sie schreiben dazu u.a.: "nun wird es lächerlich ...". Wie darf ich das verstehen? 5) Sie schreiben, unter Verwendung eines von mir gebrauchten Wortes: "ihre Meinung ist diffizil." Werden Sie bitte konkret, was Ihnen an meiner Meinung diffizil erscheint? Die Kopie meines Kommentars finden Sie nachfolgend. Kopie - mein Kommentar vom 27.01.2012 16:40:52, Bernd H.: "Differenziertere Betrachtung Eine Meinung zu haben, ist einfach. Sich eine Meinung zu anzueignen, in Respekt vor historischen Interaktionen Dritter, ist dagegen diffizil. Es fehlen bei diesem Vorgang noch immer die Aussagen der "Geschädigten", dies gehört zur Wahrheitsfindung schlicht dazu. Es sollte eine allgmeine Umgangsform sein, das man Frau Stobrawa zunächst gesunden lässt, um sie dann in aktuelle Willensbekundungen der Abgeordneten aktiv einzubinden. Ein Abwahlantrag wurde bisher nicht gestellt. Welche Gründe liegen vor, sich dem zu verweigern?"

ein Abgeordneter 27.01.2012 - 22:51:34

wenn man im Glashaus sitzt ...

Bernd H: schrieb: ..in Respekt vor historischen Interaktionen Dritter, ist dagegen diffizil. ... ________________________________________________________ ist es eben nicht werter Herr Benrd H. , weil die Zuarbeiten für das MfS auf freiwilliger (meistens jedoch) Basis ablief. Und hier versucht der anonyme Bernd H. die Geschichte um das informelle Mitarbeiten (IM) zu relativieren auf das wirkliche "Schädigen" einer betroffenen Person oder nicht. Das hatte nicht der IM zu entscheiden sondern das taten die Machtorgane des Staates - hier das MfS . Zusätzlich verweist der Bernd H. auf die momentane Gesundheit der betroffenen Person ( Frau Stobrawa - "IM Marisa") - nun wird es lächerlich ... Ich glaube nicht, dass die Stasi damals bei angeschwärzten Personen darauf Rücksicht genommen hätte. Sehr geehrter Herr Bernd H. - ihre Meinung ist diffizil, da man aber davon ausgehen kann dass sie in der damaligen Zeit selbst Akteur solcher Machenschaften waren ist sie nachvollziehbar . Deshalb lohnt es sich eigentlich nicht darüber zu debattieren - allein die MOZ freut sich   Servus

Bernd H. 27.01.2012 - 16:40:52

Differenziertere Betrachtung

Eine Meinung zu haben, ist einfach. Sich eine Meinung zu anzueignen, in Respekt vor historischen Interaktionen Dritter, ist dagegen diffizil. Es fehlen bei diesem Vorgang noch immer die Aussagen der "Geschädigten", dies gehört zur Wahrheitsfindung schlicht dazu. Es sollte eine allgmeine Umgangsform sein, das man Frau Stobrawa zunächst gesunden lässt, um sie dann in aktuelle Willensbekundungen der Abgeordneten aktiv einzubinden. Ein Abwahlantrag wurde bisher nicht gestellt. Welche Gründe liegen vor, sich dem zu verweigern?

klartexter 27.01.2012 - 15:53:58

Gut,

dass 22 Jahre nach der Wende die Gemeindevertretung Bad Saarow nun endlich auch dieses Problem gelöst hat und eine klare und saubere Position bezieht. Eine Angriffsfläche weniger und man kann sich anderen wichtigen Dingen zuwenden. Und das ist gut so.

Anno Nym 27.01.2012 - 15:05:11

Gut,

dass 22 Jahre nach der Wende Bad Saarow keine anderen Probleme hat!!! Da möchten viele andere Kommunen in Brandenburg glatt tauschen...

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